Ruhe bewahren, lassen Sie sich Zeit.

Eventuell bricht das Stück nach kurzer Fluchtstrecke zusammen.

Haben Sie durch das Feuer gesehen?

Versuchen Sie zu erörtern in wie fern Sie abgekommen sind. Wo sitzt der Schuß?

An welcher Stelle haben Sie das Stück beschossen? Merken Sie sich mindestens 2 markante Punkte um sich später orientieren zu können.

Wie ist die Wind- und Wetter Situation?

War das Stück alleine oder waren weitere Stücke am Anschuß?

Am Besten notieren Sie sich die Erkenntnisse.

Untersuchen Sie Ihren vermeintlichen Anschuß und markieren/verbrechen Sie diesen.

Sind Pirschzeichen am Anschuß? Falls ja bitte unbedingt einsammeln und markieren/verbrechen nicht vergessen!

Konnten Sie Eingriffe der Schalen erkennen? (Bitte ebenfalls vor Ort markieren)

Warum sollen Sie die Pirschzeichen einsammeln?

In den meisten Fällen ist es nicht ratsam gleich hinter dem Stück „nachzuhetzen“. Es muss krank werden. Erst dann ist die Chance groß, das flüchtige Stück auch zu stellen und zu erlösen. Durch zu zeitnahes Suchen könnten Sie das im Wundbett liegende Stück hochmachen, was eine Nachsuche nur  unnötig verlängern würde.

Kümmern Sie sich in der Zwischenzeit besser um die wesentlichen Dinge

Es ist wichtig, dass das Raubwild den „Tatort“ nicht verwischt. Ein Fuchs liebt es beispielsweise Deckenfetzen, Feist, Knochenteile zu ergattern. Diese Pirschzeichen sind jedoch für uns Hundeführer eine Art Beschreibung der Verletzungen des Stücks und somit Grundlage für die Nachsuche.

Downloads:


Anschussprotokoll der Schweisshundestation (Schwarzwild)

copyright: www.schweisshundestation-oberbayern.de


Vorübergehender Verleih einer Schußwaffe

copyright: www.schweisshundestation-oberbayern.de


 

  • Ruhe bewahren!

  • Uhrzeit merken!

  • Windrichtung feststellen?

  • Witterungsverhältnisse?

  • Anschuß/Unfallstelle markieren

  • Fluchtrichtung kennzeichnen

  • Lassen Sie sich Zeit und lassen Sie das Stück krank werden!

  • Nicht selbstständig auf Nachsuche gehen

  • Bitte nicht den Anschuß "vertrampeln"

  • Knochensplitter, Zahnteile, Schnitt-/Schlaghaar, Feist ect. bitte unbedingt einsammeln und mitnehmen.

  • Bitte eingesammeltes an Ort und Stelle markieren bzw. verbrechen!

  • Melden Sie sich so schnell als möglich bei uns!

Hinweise oder Warnungen hinterlassen

Kein Handynetz? Kein Jagdhorn zur Verfügung? Auch kein Markierungsband zur Hand? Hatten Sie schon einmal das Problem? Wie teilen Sie sich dann Ihrem Jagdkollegen oder dem Hundeführer mit?

Greifen Sie doch auf einen „Notizzettel“ aus dem Wald zurück. In der folgenden Übersicht möchten wir Ihnen einen Auszug der wichtigsten Bruchzeichen erläutern.


Der Warnbruch

Wahrscheinlich der wichtigste Bruch.

Man nimmt einen langen Ast (Nadelholz – Fichte – Tanne – weitere Bruchhölzer). Dieser wird vollständig verfegt und zu einem Ring gebunden.

Unbedingt sichtbar in Augenhöhe anbringen, da auf dem Boden liegend ein Bruchzeichen häufig übersehen wird.

Wann setzt man diesen Bruch ein?

Bei Warnungen – Also dort wo etwas richtig gefährlich ist! Zum Beispiel ein defekter Hochsitz, vor aufgestellten Fallen ect.


Der Wartebruch

Es werden zwei armlange Zweige gekreuzt. An dieser Stelle soll gewartet werden.